Ultrakurzpulslaser

Kurzpulslaser

Faserlaser

Laserbeschriftungsverfahren

Die Laserbeschriftung ist ein etabliertes Verfahren zur dauerhaften Beschriftung verschiedener Materialien. Dazu zählen Metalle und ca. 80% der Kunststoffe. Der sehr starke und gebündelte Laserstrahl verändert das zu beschriftende Material nachhaltig und macht die Beschriftung damit extrem haltbar. Ein einfacher Abrieb ist nicht möglich. Dazu kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:

Abtragen
Auf das Grundmaterial wird eine Deckschicht aufgebracht und diese durch den Laser auf der Fläche der Beschriftung abgetragen. Die Beschriftung entsteht durch den Kontrast zwischen Grund- und Deckungsmaterial.

Anlassbeschriftung
Die Anlassbeschriftung wird nur bei Metallen verwendet. Dabei wird das Metall durch den Laser erhitzt und ein Oxidationsprozess unter der Metalloberfläche erzeugt. Die Metalloberfläche verändert sich durch diesen Prozess farblich.

Aufschäumen
Das Aufschäumen wird meist bei Kunststoffen angewandt. Dabei wird das Material aufgeschmolzen und es entstehen Gasbläschen. Das Licht wird auf der aufgeschäumten Fläche diffus und lässt die Beschriftung heller als das Grundmaterial erscheinen.

Lasergravur
Die Lasergravur schmilzt das Grundmaterial ab und lässt dieses verdampfen. Die hierdurch erzeugte Vertiefung in der Oberfläche stellt die Gravur dar.

Verfärben
Ähnlich wie bei der Anlassbeschriftung wird das Material durch den Laser erhitzt. Jedoch findet im Material eine chemische Reaktion statt und verfärbt damit das Material.

Lasertechnologien

Unterschiede gibt es noch bei der Laserquelle. Aktuelle Technologien sind Faserlaser, Kurzpulslaser (Nanolaser) und Ultrakurzpulslaser (Picolaser).

Faserlaser

  • Elektrisch optische Wirkungsgrade > 30%
  • Hohe Effizienz des Koversionsprozesses
  • Gute Kühlung durch große Oberfläche
  • Kompakter und wartungsfreier Aufbau
  • Effektive Fertigungstechnologie
  • Hohe Strahlqualität der Laserstrahlung, M² < 1,2
  • Wesentlich höhere Strahlqualität als diodengepumpte konventionelle Festkörperlaser
  • Strahlqualität der emittierten Strahlung bis zu 4x besser als die eines Nd:YAG-Lasers

Kurzpulslaser

  • Weniger Wärmeeintrag in das Material bei Anlassbeschriftungen
  • Bessere Korrosionsbeständigkeit
  • Die Oberfläche des Materials bleibt nahezu unbeschädigt
  • Kontrollierbareres Aufschmelzen von Kunstoffen

Ultrakurzpulslaser

  • Kein Wärmeeintrag in das Material
  • Schwarzbeschriftung ist nicht blickwinkelabhängig
  • Korrosionsbeständig – keine anschließende Passivierung erforderlich
  • Die Oberfläche bleibt nahezu unbeschädigt